Es ist doch sehr verwunderlich, dass bei einem Projekt, das es sich u.a. zum Ziel gesetzt hat, durch die Verlagerung von Gütern auf die Schiene, die CO2-Bilanz zu verbessen, nun eine Trasse gewählt wurde, die während der Bauzeit allein 99.000 Tonnen CO2 Äquivalent zusätzlich pro Jahr verursacht. Hinzukommt, dass die Deutsche Bahn die Zahlen in ihrem Trassenauswahlverfahren geschönt hat. Dort wird mit 85.000 Tonnen CO2 e bei Limone und mit 55.000 Tonnen bei Türkis gerechnet, wobei die ohnehin geplante Generalsanierung des Bestands geflissentlich ignoriert wurde. Außerdem hat die Verlängerung des Salachtunnels von 1,6 km auf 3,5 km einen massiven Anstiegs des Werts bei Limone um 66.000 Tonnen CO2 e zur Folge. Dieser Verlängerung musste die Deutsche Bahn im Übrigen vornehmen, weil Limone aufgrund des dort liegenden Wasserschutzgebiets definitiv nicht realisiert hätte werden können – aber dazu mehr im nächsten Post.

Anmerkung CO2 Äquivalent (CO2 e): „Um die Auswirkungen verschiedener Treibhausgase vergleichen zu können, wurde die Maßeinheit CO₂-Äquivalent geschaffen. Mit ihr wird die Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase im Vergleich zu derjenigen von Kohlendioxid ausgedrückt.“ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 2026)

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