Darüber hinaus würde man einen bestandsnahen Ausbau mit der ohnehin geplanten Generalsanierung des Bestands verbinden können, sodass Kosten gespart werden können. Darüber müssten nicht nur die Steuerzahler glücklich sein, sondern auch alle Pendler. Denn nach aktueller Planung der InfraGO AG würde der Abschnitt zur Generalsanierung für mehrere Monate komplett gesperrt werden und ein paar Jahre später erneut (mindestens im Abschnitt Grafing Bahnhof – Kirchseeon und bei Weiching, da hier unabhängig vom Ergebnis der Trassenauswahl alle Varianten am Bestand liegen).

Mit der Synchronisierung der Baumaßnahmen nach dem Abschluss der Planung des Brennernordzulaufs im Jahr 2031 wird der Abschnitt nur einmal gesperrt, womit nur einmalig große Einschränkungen zu erwarten wären und Geld, Zeit und nicht zu vergessen CO2 eingespart werden würden.

Außerdem könnte die Fertigstellung des Brennernordzulaufs zumindest in diesem Abschnitt um einige Jahre nach vorne gezogen werden. Sowohl die erforderlichen Maschinen als auch das Personal für die Arbeiten am Bestand und an den Neubaugleisen können für Bahnanlagen-Unterbau, -Oberbau, Ausrüstung, Leitungsbau etc. gemeinsam genutzt werden.

Einmalige Anfahrtskosten und eine bessere Auslastung der Maschinen führen ebenfalls zu einer Kosten- aber auch Zeitersparnis. Die Anwohner haben darüber hinaus keine zusätzliche Lärmbelästigung durch akustische Warnsignale zu befürchten, da während der Zeit der Vollsperrung keine Zügen fahren und damit keine Warnsignale erforderlich werden.

Im Zuge der Generalsanierung des bestandsnahen Ausbaus könnte auch über eine Einhausung des Bahnhofs Aßling und dessen Aufwertung zu einem barrierefreien Bahnhof nachgedacht werden. Man könnte außerdem ökologisch sinnvolle Elemente integrieren oder zusätzliche Verkaufsflächen einplanen.

Ein bestandsnaher Ausbau beinhaltet also viele Chancen für Aßling, das nicht zuletzt aufgrund der Bahnanbindung in den letzten 40 Jahren einen so massiven Wachstum zum Bahnhof hin verzeichnen konnte.

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